Verdrängen

ich glaube mittlerweile, es gibt zwei verschiedene “verdrängen”s.

einmal das negative: man verdrängt etwas wichtiges, was in der folge möglicherweise jemand schaden zufügen kann.

dann aber auch das positive: man verdrängt etwas, das einen behindert und setzt sich erst mit dem problem auseinander, wenn es soweit ist.

ich versuche jetzt ein positives verdrängen mit meiner zahnarztangst. in 11 tagen habe ich den termin. ich kann und will mich nicht 11 tage lang verrückt machen. ich will jetzt meine angst verdrängen und mich soweit es geht, erst dort damit befassen. denn was nutzt es mir, wenn ich jetzt dauernd grübele und mache, ich komme weder zu einem ergebnis noch bringt es mich einen schritt weiter.

im gegenteil hemmt es mich nur. ich werde immer panischer und wahnsinniger. gestern hat es bereits relativ gut hingehauen mit dem ablenken. wenn ich nicht dran gedacht habe, ging es mir richtig gut. und dann ertappe ich mich dabei, wie ich im unterbewusstsein absichtlich zu mir sage: hör mal eigentlich mußt du dich gruseln und so, schließlich gehst du bald zum zahnarzt!

blödsinnig, oder? ja ich gehe bald zum zahnarzt, und bis dahin will ich mich NICHT gruseln, und müssen muss ich es schon gar nicht! warum soll ich es mir selbst unnötig schwer machen?

also:

ABLENKEN, ANGST WEGDRÄNGEN, ERST DAMIT BEFASSEN, WENN ES SOWEIT IST. toll wäre es, wenn ich mich noch nicht mal “wenn es soweit ist” mit der angst befassen müsste! :D aber wir wollen ja nicht vermessen sein…

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